MEI-ConBenjamin Hubert Consulting

Ihre Maschinen können es. Es fehlt der Nachweis.

Beratung für Metall- und Maschinenbaubetriebe, die freie Fertigungskapazität in die Verteidigungs­lieferkette bringen wollen — ohne vorher fünfstellig in Zertifizierung zu investieren.

Monat 0 Monat 12
Monat 1–2 Sichtbar als Kapazitätsreserve

NCAGE, Lieferantenportale, Kapazitätsprofil. Ohne jede Zertifizierung.

Monat 2–4 Erste Aufträge

Bauteile, für die niemand eine Norm verlangt. Referenz und Deckungsbeitrag.

ab Monat 6 Zertifizierung, wenn nötig

EN 9100 dann, wenn ein konkreter Kunde sie verlangt — bezahlt aus laufendem Umsatz.

Der Ansatz

Die Reihenfolge entscheidet, nicht das Zertifikat.

Der übliche Weg lautet: erst EN 9100, dann Kunden suchen. Das bindet einen fünfstelligen Betrag und neun Monate, bevor überhaupt feststeht, ob irgendein Kunde diese Norm verlangt.

Der Einstieg gelingt umgekehrt. Ersatzteile für Bestandsgerät, Hydraulikkomponenten, Prüfstandstechnik — dort zählt, ob Sie nach Zeichnung fertigen können, nicht welches Zertifikat an der Wand hängt. Daraus entstehen Referenz und Deckungsbeitrag, und erst daraus wird die formale Qualifizierung finanziert.

Ausgangslage

Ein Markt, der politisch gesetzt ist statt konjunkturell

Die Auftragsbücher der Systemhäuser sind gefüllt. Der Engpass liegt nicht bei Maschinen oder Hallen, sondern bei verfügbarer, qualifizierter Fertigungskapazität in der zweiten und dritten Reihe.

108 Mrd €Verteidigungshaushalt 2026, rund ein Viertel mehr als im Vorjahr
47,9 Mrd €davon allein für militärische Beschaffung
153 Mrd €Eckwert für 2029 — Planungssicherheit über Jahre
800 Mrd €Zielvolumen des EU-Programms Readiness 2030

Quellen: Bundeshaushalt 2026 und Finanzplanung der Bundesregierung; Europäische Kommission, Readiness 2030. Diese Seite steht in keiner Verbindung zur Europäischen Union oder zu deren Programmen.

Vorgehen

Fünf Stufen, mit Ausstieg nach jeder

Sie entscheiden nach jeder Stufe neu. Kein Jahresvertrag, keine Bindung über das hinaus, was gerade ansteht.

0

Standortbestimmung

Zwei Tage in Ihrer Fertigung. Aufnahme aller Verfahren mit Grenzmaßen, erreichbaren Toleranzen und freier Kapazität. Bewertung, welche davon im Markt knapp sind und welche in den Preiskampf führen. Abgleich Ihres QM-Stands gegen ISO 9001 und EN 9100.

2 Wochen Kapazitätsmatrix und eine ehrliche Go/No-Go-Empfehlung
1

Marktzugang

NCAGE-Code beantragen, Stammdaten anlegen, Registrierung in den relevanten Lieferantenportalen und Vergabeplattformen. Priorisierte Zielkundenliste — sortiert nach Erreichbarkeit, nicht nach Auftragsvolumen. Kapazitätsprofil als Einseiter für Einkäufer.

1–2 Monate Sichtbar als Kapazitätsreserve, ohne Zertifizierung
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Erste Aufträge

Fokus auf Bauteilklassen ohne Zertifizierungsanforderung. Kalkulation für Nachfertigung nach Zeichnung und kleine Lose, Begleitung der ersten Angebote und der Erstbemusterung.

2–4 Monate Umsatz und Referenz vor der ersten Investition
3

Prozessreife

Durchgängige Rückverfolgbarkeit einschließlich Materialzeugniskette. Erstmusterprüfprozess dokumentiert und gelebt. Konfigurations- und Nachweismanagement. Die Unterlieferanten systematisch eingebunden.

4–6 Monate Die Substanz, die im Audit trägt
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Zertifizierung und Skalierung

EN 9100 dann, wenn ein konkreter Kunde sie verlangt. AQAP-Fähigkeit projektbezogen nachweisen. Exportkontrolle nach AWV, sobald ausländische Systemhäuser Kunde werden. Zweit- und Drittkunden gegen das Klumpenrisiko, Vertragsgestaltung bei langen Zahlungszielen.

6–12 Monate Belastbares zweites Standbein
Häufige Fehler

Drei Wege, auf denen zwölf Monate verloren gehen

Fehler 1

Erst zertifizieren, dann Kunden suchen

EN 9100 vor dem ersten Auftrag bindet Geld und Zeit, ohne dass feststeht, ob der Kunde sie überhaupt fordert. Viele Aufträge in der Instandsetzung verlangen sie nicht.

Fehler 2

Auf Anschreiben setzen

Zulieferer werden selten über Kaltakquise gelistet. Sie kommen rein, wenn ein Tier-1 gerade nicht liefern kann und jemand sucht, wer kurzfristig Kapazität hat.

Fehler 3

Die falsche Bauteilklasse anpeilen

Waffennahe Teile wirken lukrativ, führen aber direkt in AQAP-Anforderungen, Geheimschutz und Kriegswaffenkontrollrecht. Für den Einstieg ist das der längste Weg.

Fachliche Einordnung

EN 9100 und AQAP werden regelmäßig verwechselt

Der Unterschied entscheidet darüber, ob Sie investieren müssen oder nicht — und wird in Beratungsgesprächen erstaunlich oft falsch dargestellt.

Zertifizierbar

ISO 9001

Die Basis. Für viele Nachfertigungs- und Ersatzteilaufträge ausreichend, insbesondere bei Instandsetzungsbetrieben und in der zivilen Zulieferkette.

Zertifizierbar

EN 9100

Der etablierte QM-Standard für Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung. Enthält Konfigurationsmanagement, Rückverfolgbarkeit und Risikosteuerung über die ISO 9001 hinaus.

Keine Zertifizierung

AQAP

Eine vertragliche Anforderung, die der Auftraggeber in Ausschreibung oder Vertrag festlegt — AQAP 2110 für Entwicklung und Produktion, AQAP 2131 für Endprüfung und Abnahme. Man wird nicht „AQAP-zertifiziert“ und wartet auf Aufträge: Die Anforderung entsteht mit dem Auftrag, aufgebaut wird die Fähigkeit dahinter.

Passung

Für wen sich das rechnet — und für wen nicht

Eine Standortbestimmung, die mit einem Nein endet, ist ein gutes Ergebnis. Sie spart Ihnen das Jahr.

Passt

  • Zerspanung, Metallbau oder Maschinenbau mit 20 bis 250 Mitarbeitern
  • Verfahren mit echter Tiefe: Tieflochbohren, Langdrehen, Innenbearbeitung großer Längen, Schleifen, Wärmebehandlung
  • Freie Kapazität durch wegbrechende Altmärkte, insbesondere aus dem Automotive-Umfeld
  • ISO 9001 vorhanden und gelebt
  • Bereitschaft, mit kleinen Losen und Nachfertigung anzufangen statt auf den Großauftrag zu warten

Passt nicht

  • Reine Handelsbetriebe ohne eigene Fertigung
  • Betriebe, die ausschließlich Standardteile im Preiswettbewerb fertigen
  • Erwartung eines Rahmenvertrags innerhalb weniger Wochen
  • Keine Bereitschaft, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit nachzuziehen
  • Liquiditätslage, die Materialvorfinanzierung über lange Zahlungsziele nicht trägt
Leistungen

Feste Preise, keine Tagessatz­diskussion

Die Standortbestimmung ist ein abgeschlossenes Produkt. Was danach kommt, entscheiden Sie auf Basis des Ergebnisses.

Standortbestimmung

4.900 €
Festpreis, zzgl. USt.
  • Zwei Tage in Ihrer Fertigung
  • Kapazitätsmatrix über alle Verfahren
  • Priorisierte Bauteilklassen
  • Go/No-Go-Empfehlung

Umsetzungsbegleitung

ab 2.900 €
pro Monat, 6 bis 12 Monate
  • Umsetzung der Stufen 1 bis 3
  • Monatlicher Steuerkreis
  • Feste Ansprechbarkeit dazwischen
  • Begleitung der ersten Angebote

Auditvorbereitung

8.500 €
Paketpreis, zzgl. USt.
  • Gap-Analyse gegen EN 9100
  • Dokumentenlenkung aufgesetzt
  • Internes Audit als Probelauf
  • Begleitung am Zertifizierungstag

Auf Wunsch statt des Monatshonorars eine Erfolgskomponente auf den Deckungsbeitrag der ersten 24 Monate im neuen Segment.

Über mich

Aus der Fertigung, nicht aus dem Qualitäts­management

Ich bin Benjamin Hubert, Maschinenbauer und Geschäftsführer eines produzierenden Betriebs. Zerspanung, Innenbearbeitung und Messtechnik kenne ich nicht aus Normtexten, sondern von der Maschine.

Vor der Geschäftsführung habe ich jahrelang Service und Ersatzteilgeschäft im internationalen Maschinenbau verantwortet — also genau die Seite, auf der sich entscheidet, ob eine Lieferbeziehung trägt oder nach dem ersten Erstmuster endet.

Ich arbeite unter MEI-Con — Maintenance, Engineering, Installations, Consulting. Defence Readiness ist eines der Programme darin und liegt im Schnittpunkt der ersten beiden Felder: eine Marktentscheidung, die sich ohne Fertigungs- und Instandhaltungsverständnis nicht treffen lässt.

Der Unterschied zur klassischen QM-Beratung ist praktisch: Ich weiß, was es bedeutet, wenn eine Toleranz „auf dem Papier“ erreichbar ist, aber im laufenden Prozess nicht gehalten wird. Und ich weiß, was eine Investition mit der Liquidität eines Mittelständlers macht. Beides führt dazu, dass ich eher abrate als überrede.

Sprechen Sie mich an, wenn Sie einschätzen wollen, ob Ihr Maschinenpark für dieses Segment taugt.

Hintergrund
Maschinenbau, Extrusions- und Zerspanungstechnik
Erfahrung
Leitung After Sales und Service im internationalen Maschinenbau
Heute
Geschäftsführer eines Fertigungsbetriebs; Beratung als MEI-Con Benjamin Hubert
Arbeitsgebiet
Deutschland, Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
Häufige Fragen

Was Betriebe vorab wissen wollen

Brauchen wir zwingend eine Zertifizierung, um überhaupt anfangen zu können?
Nein. Ein erheblicher Teil der Nachfrage betrifft Nachfertigung nach Zeichnung für Bestandsgerät, Hydraulikkomponenten und Bodengerät. Dort reicht in der Regel eine gelebte ISO 9001 mit sauberer Rückverfolgbarkeit. Die Zertifizierung wird dann relevant, wenn Sie in Programme mit konkreten vertraglichen Qualitätsforderungen einsteigen.
Müssen wir Waffenteile fertigen?
Nein, und für den Einstieg rate ich ausdrücklich davon ab. Waffennahe Komponenten bringen Geheimschutzbetreuung und unter Umständen das Kriegswaffenkontrollgesetz mit sich. Der pragmatische Weg führt über Bauteile, die technisch anspruchsvoll, aber rechtlich unauffällig sind.
Wie schnell kommen die ersten Aufträge?
Seriös lässt sich das nicht garantieren. Realistisch sind zwei bis vier Monate ab dem Zeitpunkt, an dem Sie in den Portalen registriert und mit einem Kapazitätsprofil ansprechbar sind. Entscheidend ist weniger Ihre Akquise als die Frage, ob Sie gefunden werden, wenn jemand kurzfristig Kapazität sucht.
Was kostet der ganze Weg, wenn wir ihn zu Ende gehen?
Die Schritte bis zur Prozessreife liegen typischerweise im niedrigen fünfstelligen Bereich, inklusive interner Arbeitszeit. Kommt EN 9100 dazu, sollten Sie insgesamt mit einem deutlich höheren fünfstelligen Betrag rechnen. Die konkrete Zahl hängt vom Ausgangsstand Ihres QM ab — genau das klärt die Standortbestimmung, bevor Sie sich festlegen.
Wir haben ohnehin zu wenig Personal. Lohnt sich das dann?
Das ist die richtige Frage, und manchmal lautet die Antwort nein. Wenn Ihre Engpassmaschinen ausgelastet sind und Sie keine Bediener finden, schaffen Sie mit einem neuen Segment vor allem zusätzlichen Druck. Sinnvoll ist der Einstieg dort, wo Verfahren freie Kapazität haben, die im bisherigen Markt nicht mehr abgerufen wird.
Wie gehen Sie mit langen Zahlungszielen um?
Offen, weil das der am meisten unterschätzte Punkt ist. Aufträge in dieser Lieferkette haben lange Zahlungsziele und binden Material im Voraus. Für einen Betrieb unter Liquiditätsdruck kann der Einstieg die Lage kurzfristig verschärfen, bevor er hilft. Deshalb steht die Finanzierungsfrage bereits in der Standortbestimmung und nicht erst beim ersten Rahmenvertrag.
Kontakt

Ein Telefonat, um zu klären, ob es passt

Zwanzig Minuten reichen meistens, um einzuschätzen, ob Ihr Maschinenpark für dieses Segment taugt. Das kostet nichts und endet oft mit einer klaren Absage — das ist in Ordnung.

Direkt
+49 40 80 60 90 – 74
E-Mail
kontakt@mei-con.de
Anschrift
MEI-Con Benjamin Hubert
Osterfeldstraße 83
22529 Hamburg
Erreichbarkeit
Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr